Das klingt vielleicht noch verwirrender, oder? Doch Johann Krättli, 1905 in Azmoos in der Schweiz geboren, war einer der ersten, der das Gran Sasso-Haus 1965 fertiggestellt „sah“!
Wahrscheinlich „sah“ er es auf dem Papier und in seinem Kopf, bevor es überhaupt bestand. Dann „sah“ er, wie es vor seinen Augen Realität wurde, als Schüler und Mitarbeiter der Bibelschule Beatenberg die Fundamente legten und Wände errichteten. Johanns Geschichte ist eine Geschichte der Erlösung, die aus „zufälligen“ Begegnungen besteht: Die Frau seines Lehrmeisters, die ihn aufrüttelt, indem sie ihn nach seiner Beziehung zu Gott fragt oder das kleine Buch mit dem Fahrplan der SBB, das auf dem Sitz eines mitreisenden Hoteliers vergessen wird und ihn schlussendlich ins Dorf Beatenberg in der Nähe von Bern bringt.
Während Johann und seine Frau Lina ihren neuen Zugfreund besuchen, betreten sie auf einem Spaziergang ein Gebäude, das sich später als Bibelschule Beatenberg herausstellt. Dort hören sie einer Bibelstunde zu, während der Johann vom Heiligen Geist überführt wird. Er versteht, dass er die Vergebung der Sünden braucht, die Jesus am Kreuz schenkt, und glaubt an Ihn!
Von dort führt ihn die souveräne Hand Gottes 1960 auf Einladung von Dr. Wasserzug, Leiterin der Bibelschule, nach Isola, worauf er in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Hans, der zuerst Mitarbeiter und dann 25 Jahre lang Direktor von Isola wurde, das Casa Gran Sasso plante.
Eine wichtige Begebenheit ereignete sich bei der Absteckung des Gebäudes: Johann, seine Frau Lina, Frau Dr. Wasserzug und Frau Neighbour beteten mitten auf dem Feld auf Knien um Gottes Segen und Führung für den Bau und die spätere Nutzung dieses Hauses zu Seiner Ehre.
1 Lina und Johann Krättli in Isola
2 Ehepaar Krättli mit Kindern und Schwiegerkindern (vierter von links Hans, davor Ruth und Tochter Damaris)
3 Johann, stehend hinten links, vor dem fertiggestellten Casa Gran Sasso
4 Lina und Johann Krättli
Heute würden wir Johann und den anderen drei Schwestern in Christus gerne von den großartigen Werken erzählen, die Gott durch Aufenthalte in diesem Haus vollbracht hat. Wir würden ihnen von Tausenden von Kindern und Teenagern, jungen Erwachsenen und Familien erzählen, die auf Etagenbetten geschlafen haben, vor den Toiletten Schlange standen, Korridore entlang gegangen sind, gutes Essen und brüderliche Gemeinschaft im Speisesaal und in der "Grotta" genossen haben. Vor allem würden wir aber von den Andachten und Bibelstunden erzählen, die unter der Leitung von Zimmerchefs und Lagerleitern in genau diesen Räumen das Leben der Gäste nachhaltig prägten.
Wir würden ihnen auch noch erzählen, dass das Casa Gran Sasso im Laufe der Zeit sogar Erdbeben standgehalten hat und stabil genug war, obwohl es ursprünglich mit einem sehr begrenzten Budget gebaut wurde! Heute würden wir ihnen mitteilen, dass das Casa Gran Sasso wächst! Es wird auch weiterhin Kinder, Teenager, junge Erwachsene und Familien aufnehmen und dank einer tiefgreifenden Renovierung an Zweckmässigkeit und Sicherheit, Unterbringungskapazität und Komfort gewinnen! Wir würden gerne, aber wir können nicht! Wir können nicht und es ist nicht einmal notwendig, denn diese Geschwister sind beim Herrn, ihr Lauf ist vollendet, sie sind in der Gegenwart des Heilands, sehen Seine Herrlichkeit und sind voll und ganz zufrieden!
Darum möchten wir es gern euch und uns erzählen, die wir mit Glauben auf den Ruf Jesu, Jünger zu machen, antworten und die Erfüllung seines Heilsplans bis zu seiner Wiederkunft erwarten! Casa Gran Sasso wächst: Betet mit uns und spendet für die notwendigen Mittel, um die Renovierung abzuschließen, damit weiterhin viele Jesus „sehen“ und glauben können!